Erlebnispädagogik-Ausbildung

Erlebnispädagogik-Ausbildung

Schwerpunkt

In der Erlebnispädagogik-Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von sozialen Kompetenzen und der Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Ziel mit Spaß, aufregenden Erlebnissen und ergreifenden Momenten zu erreichen ist der Königsweg des sozialen Lernens. Damit seinen Lebensunterhalt bestreiten wohl der perfekte Beruf.

“Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen,
die dem Leben seinen Wert geben.”
– Wilhelm von Humboldt –

Die Erlebnispädagogik-Ausbildung kann sowohl als eigenständige Ausbildung oder auch als Teil der Outdoorguide- / Outdoortrainer-Ausbildung absolviert werden. Insgesamt besteht die Erlebnispädagogik-Ausbildung aus 5 Seminaren.

Facts

Die Erlebnispädagogik Ausbildung besteht Sie aus 5 Modulen.

Dauer: 5 Seminare mit insgesamt 22 Tagen ( +2 Tage Praktikum + 1 Praxisprojekt + Heimstudium)

Seminare: Grundlagen & Wildnispädagogik, Felsklettern, Teamtraining, Trekkingguide, Wildniswissen/Bushcraft

Teilnehmerzahl: 6-16 TN

Durchführungsort: Frankfurt, Heidelberg, Freiburg und Schweden

Die Veranstaltungsorte können Sie unserem Terminkalender entnehmen.

Unterkunft: im eigenen Zelt oder  in einer Ferienwohnung

Verpflegung: Gruppen-Verpflegung (gemeinschaftliches kochen)

Kosten 1900 € für die Erlebnispädagogik Ausbildung bei der Anreise mit mit Bus oder Bahn 1600 €. Die Summe wird bei Vorlage der Belege am Ende der Ausbildung zurückgezahlt.

Termine

Aufbau und Inhalt

Die Förderung der sozialen Kompetenzen und das Erkennen der eigenen Grenzen dient in der Erlebnispädagogik der Entwicklung der Persönlichkeit. Besonders durch Teamübungen und Sport in der Natur wird dieses Ziel erreicht. Bei der Erlebnispädagogik-Ausbildung vermitteln wir deshalb neben der Durchführung von Interaktionsübungen und Trekkingtouren alles notwendige um sich draussen heimisch zu fühlen. Dies sind gute Elemente, um mit Gruppe zu arbeiten. Weiterhin bilden wir die Teilnehmer im Klettern am Naturfelsen aus. Dies ist eine besondere Methode für die Arbeit mit einzelnen Menschen oder Partnern. Aus diesem Grunde gibt es hierzu ebenfalls einen eigenen Workshop. Das Teamtraining-Seminar befasst sich intensiv mit Hardskills die sich als Konstruktionsaufgabe bzw. als Problemlösungsaufgabe in einem anspruchsvollerem Rahmen anwenden lassen.

Eine gute Ergänzung zu unserer Erlebnispädagogik-Ausbildung sind die Wildnispädagogik- und die Wildnisführer-Ausbildung. Hierbei ergänzen sich die pädagogischen Ansätze der einzelnen Richtungen. Mit anderen Worten: es lassen sich die Kurse beliebig austauschen oder anpassen. Fortgeschrittene Erlebnispädagogen kombinieren die einzelnen Ansätze entsprechend der pädagogischen Ziele. 

Anmeldung

Zur Anmeldung kontaktieren Sie uns per email (info@out-side.net) oder füllen Sie direkt den Weiterbildungsvertrag auf unserer Kontaktseite aus und lassen Sie ihn uns per email oder Post zukommen.

Kontakt

-> Tipp:

Die Outdoorguide-Ausbildung ist die umfassende Ausbildung. Die Erlebnispädagogik-Ausbildung ist ein Teil davon. Mehr zu den Kombi-Preisen. Unsere Weiterbildungen werden mit bis zu 500 € durch die Bildungsprämie gefördert.

Ausbildungsinhalte

Folgende Basis-Seminare sind Grundlage der Ausbildung. Um zur Beschreibung zu gelangen, klicken Sie auf den jeweiligen Button.

Anforderungen an Erlebnispädagogen

Der Outdoorguide ist der Spezialist für besondere Einsätze: Er führt Gruppen im Winter, in der Wüste oder leitet Kanutouren. Er beherrscht auch Touren auf Gletschern und Klettersteigen. Allerdings ersetzt diese Ausbildung keine Bergführer-Ausbildung. Bergführer sind die Spezialisten für das Hochgebirge wie zum Beispiel den Alpen! Erlebnispädagogen führen Schulklassen und Gruppen im Gebirge in Rahmen von pädagogischen Veranstaltungen. Wildnisführer führen Gäste auf Bergwanderungen und Schneeschuhtouren in subpolaren und polaren Regionen. Die Abgrenzung ist deshalb meist fließend.

Der Job ist, um es deutlich zu machen, ein Beruf bei dem man reisen muss! Oft unterwegs stellt sich die Frage: “Was ist mit der Familienplanung?” Nur sehr tolerante Partner sind bereit, diese Art der Reiseleiter Tätigkeit mit zu tragen. Auf der anderen Seite sind Sie ein Outdoor Profi der ständig an Orten unterwegs ist von denen viele nur träumen. Dazwischen müssen Sie abwägen!

Voraussetzung

  • Mindestalter 18 Jahre
  • mehr
  • Erfahrung im Umgang mit Menschen.
  • Die sportliche Erfahrung sollte vor oder während der Erlebnispädagogik-Ausbildung erworben werden.
  • 12km wandern mit Gepäck in weglosem Gelände oder 20 km wandern auf Wegen mit Gepäck.

Ausbildungszeitraum

Den Abschluss der Ausbildung können Sie kompakt in wenigen Monaten oder über einen längeren Zeitraum in der Regel ein halbes bis ein Jahr, erreichen.

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1 Praxisprojekt, 2 Tage Praktikum und das Heimstudium ergänzen die Zusatzausbildung! Bei Ausbildern nach eigener Wahl und auch nach einem frei wählbaren Zeitraum.

Sie haben drei Jahre Zeit um die Ausbildung abzuschließen. Dies dient der Integration der Fortbildung in den (Berufs)alltag. Wer den Vorzugspreis der Outdoorguide- und Outdoortrainerausbildung in Anspruch nehmen möchte, muss den Ausbildungbildungsvertrag jedoch zu Beginn komplett unterschreiben. Die Termine der Veranstaltungen können im Verlauf der Ausbildung festgelegt werden.


Ausbildungsablauf

Nach der Teilnahme an den Seminaren erfolgt eine praktische und eine theoretische Prüfung. Die Prüfung schließt direkt an das letzte Seminar der Ausbildung an.

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Während oder nach der Ausbildung erfolgt das Heimstudium mit den schriftlichen Ausarbeitungen. Nach Absolvierung der 2 Tage Praktikum / Hospitation und dem Praxis-Projekt werden die erstellten Dokumente eingereicht und das Zertifikat wird anschließend übergeben. Damit ist die Ausbildung abgeschlossen und Sie sind  in der Lage Veranstaltungen durchführen zu können.


Erlebnispädagogik-Ausbildung Kinder legen ihre Hände aneinander

Konzepte und Methodik

Outside arbeitet mit unterschiedlichen Medien. Der größte Teil wird praktisch in den Seminaren vermittelt. Es werden aber auch theoretische Medien genutzt, wie z.B Ausbildungs-Videos und unser Sicherheitshandbuch.

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Im Focus dieser Ausbildung: das Teamtraining

Teamtrainer führen erlebnispädagogische Aktivitäten mit Gruppen, Unternehmen, sozialen Einrichtungen und Schulklassen durch.

Neben Übungen zur Stärkung der sozialen Fähigkeiten werden Teamübungen zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls und zur besseren Kooperation der Teilnehmer durchgeführt. Im unternehmerischen Kontext liegt der Fokus des Teamtrainings auf der Optimierung des Arbeitsprozesses. Daneben schaffen Vertrauensübungen die Basis auf der die teamfördernden Maßnahmen aufbauen können

Ausbildungskonzept – Die Nomaden Schule

Unser Ausbildungskonzept orientiert sich an der Lebensweise von Naturvölkern.

Wie die Jäger- & Sammlerkulturen ziehen wir, wann immer möglich, von Lager zu Lager. Diese Konzept nennen wir die “Nomaden Schule”.


Sicherheitsstandards

Wir legen einen hohen Wert auf Sicherheit. Unsere Ausbildungsstandards garantieren sichere Aktionen.

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Folglich sind auch die Standards von der European Ropes Course Association (ERCA), dem Deutschen Alpen Verein (DAV), dem Deutschen Kanu Verband (DKV) und dem Bundesverband Erlebnispädagogik (BE) für uns richtungsgebend.


Ausbildungsleiter

Dirk Nüßer verfügt über mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung als Ausbilder.

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Natursportarten und Leben in der Natur ist sein Lebensmittelpunkt seit seinem vierten Lebensjahr. Seine Touren führen ihn unermüdlich rund um die Welt. Das führt zu einem riesigen Erfahrungsschatz aus dem immer wieder neue Impulse in die Ausbildung einfließen. Aufgrund dieses großen Wissens werden die Standards ständig erweitert und angepasst. Notwendige Inhalte beibehalten, überflüssige Standards ablegen, das führt zu einer praktischen Erlebnispädagogik Ausbildung.


Ausbildungsbuch

Die Ausbildung wird auch durch unser “Ausbildungs- und Sicherheitshandbuch. Praktische Handreichung für Trainer und Institutionen”, von Dirk Nüßer begleitet. Hierdurch können alle Inhalte nachgelesen, vertieft und überarbeitet werden.


Gesellschaftskritik in der Erlebnispädagogik

Die Erlebnispädagogik-Ausbildung ist getragen durch unser Bedürfnis, auch auf die gesellschaftlichen Entwicklungen Einfluss zu nehmen. Unserer Auffassung nach benötigt es viel mehr Menschen, die mithelfen, unser menschliches Zusammenleben in einer positiven Weise zu beeinflussen. Wir stehen vor großen Umwälzungen die sowohl negativ als auch positiv verlaufen können.

Die Menschen müssen wieder zu einer harmonischen und natürlichen Lebensweise herangeführt werden. Die einfachen grundsätzlichen Dinge müssen wieder an Bedeutung gewinnen und das menschliche Zusammensein in den Vordergrund rücken. Michael Rehm vom Zielverlag hat es einmal so ausgedrückt. “Die Erlebnispädagogik ist ursprünglich angetreten, um die Welt zu retten.” Wir wissen nicht ob wir das Schaffen, aber versuchen werden wir es!

Exkurs Erlebnispädagogik

Das Studium der Erlebnispädagogik

Unsere Fortbildung entspricht nicht einem Studium der Erlebnispädagogik. Ein Studium nimmt viel Zeit in Anspruch. Wir vermitteln

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in unserer Erlebnispädagogik Ausbildung nur die Inhalte die unmittelbar wichtig sind. Alles wird kurz und knackig vermittelt. Lange Vorträge und große theoretische Ausarbeitungen führen unserer Ansicht nach nicht unbedingt zu einem größeren Lernerfolg. Selber ausprobieren und von der Theorie nur das mitnehmen was für die Praxis hilfreich ist! Das ist unser Königsweg. Während des Heimstudiums können die Teilnehmer der Ausbildung die Inhalte entsprechend ihrer persönlichen Bedürfnisse vertiefen. Die “Kombinationsausbildung”(Outdoorguide- und Outdoortrainer-Ausbildung) beinhaltet neben der Erlebnispädagogik- auch die Wildnispädagogik- und Wildnisführer- Ausbildung.


Definition Erlebnispädagogik und Abenteuerpädagogik

Der Begriff der Erlebnispädagogik wird heutzutage vielfältig genutzt. Hierunter fallen mittlerweile alle pädagogischen Interventionen

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die mit Aktivitäten einhergehen. 

Als Abgrenzung wurde der Begriff Abenteuerpädagogik eingeführt. Mit diesem Begriff “Abenteuerpädagogik” werden unsere pädagogischen Maßnahmen besser beschrieben. Hierunter fallen Aktivitäten die mit Natursportarten wie z.B. dem Klettern (insbesondere dem Felsklettern), Kanutouren, Trekkingtouren und ähnlichen Aktionen zusammenhängen. Auf der folgenden Seite finden Sie unserer Ansicht nach eine gut beschreibende Definition der Erlebnispädagogik.


Systemische Erlebnispädagogik

Die oben beschriebenen Kernthemen der Erlebnispädagogik, Förderung der sozialen Kompetenzen und Grenzerfahrungen sind aber noch lange nicht alles. Wir leben im Zusammenspiel

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mit unserer Umgebung. Der Mensch steht in Wechselbeziehung mit der natürlichen und sozialen Umgebung.  Im Sinne der Systemischen Erlebnispädagogik sehen wird den Menschen als Element des globalen Systems. Diese Sicht wird auch in der Wildnispädagogik vertreten. Ganz besonders dort richten wir den Blick auf die Lebensweise von Naturvölkern und übernehmen gesunde Lebensweisen von Ihnen. Diese Prinzipien fließen natürlich auch in unsere Erlebnispädagogik Ausbildung mit ein. Im weitesten Sinne fallen auch die Frage nach dem Sinn des Lebens in den Ursprung unserer Existenz und die Fragen der Transzendenz dazu.