Definition Erlebnispädagogik

“Erlebnisse sind Bewusstseinsvorgänge, in denen der Mensch tief innerlich und ganzheitlich von der Sinn- und Wertfülle eines Gegenstandes ergriffen wird.”
Erlebnispädagogik wird immer öfter als Ergänzung und Bereicherung zu den gängigen Erziehungs- und Bildungswegen herangezogen. Es steht als selbstständiges Fachgebiet in enger Verzahnung mit Freizeit-, Sozial-, Familien-, Kultur-, Schul-, und Sportpädagogik.

Situationen mit Erlebnischarakter werden herbeigeführt und pädagogisch genutzt, indem sich der/die Betreffende intensiv mit einem ausgewählten Thema beschäftigt. Somit werden in der Erlebnispädagogik Aktion und Spannung mit Körper- und Kopfarbeit verbunden. Die Handlung und der damit verbundene Lerneffekt prägen sich durch erhöhte Intensität und ganzheitliche Sinneserfassung stark und vor allem nachhaltig sein.

Einige Perspektiven von erlebnispädagogischen Aktionen sind:

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Person
  • Gruppen als Raum der Auseinandersetzung
  • Lebensqualität unter einfachen Bedingungen erfahren
  • subjektive Herausforderung trotz objektiver Sicherheit

Die Erfahrungsräume, die genutzt werden:

  • Selbsterfahrung im Bezug auf Grenzen und Fähigkeiten
  • Gruppenerfahrung in Interaktionsprozessen
  • Spannung und Entspannung
  • Natur-, Partner- und Körpererfahrung

Zum gelingen dieser Ziele ist eine Auswinanderstezung mit sich und seinen Mitmenschen unumgänglich. Sehr oft wird vernachlässigt, dass der Mensch nicht nur ein kognitives Wesen ist.

Der Körer und die Unbewussten und seelischen Vorgänge werden sehr oft zweitrangig betrachtet.

Deshalb muss zur ganzheitlichen Förderung, ebenfalls der Fokus auf die Körperlichkeit des Menschen und seine seelischen Vorgänge gerichtet werden. Nur bei beachtung dieser Trias dient die Methode der Förderung der Gesundheit des Menschen und der Gesellschaft.