Wissen · Erlebnispädagogik
Erlebnispädagogik: Definition, Ziele und Erfahrungsräume
Was ist Erlebnispädagogik? Kurz gesagt: Sie führt gezielt Situationen mit Erlebnischarakter herbei und nutzt sie pädagogisch. Aktion und Spannung werden dabei mit Körper- und Kopfarbeit verbunden – so prägt sich das Gelernte besonders intensiv und nachhaltig ein.
„Erlebnisse sind Bewusstseinsvorgänge, in denen der Mensch tief, innerlich und ganzheitlich von der Sinn- und Wertfülle eines Gegenstandes ergriffen wird.“
Erlebnispädagogik als eigenständiges Fachgebiet
Die Erlebnispädagogik wird immer häufiger als Ergänzung und Bereicherung der gängigen Erziehungs- und Bildungswege eingesetzt. Sie ist ein eigenständiges Fachgebiet, das eng mit der Freizeit-, Sozial-, Familien-, Kultur-, Schul- und Sportpädagogik verzahnt ist.
Das Ziel der Erlebnispädagogik
Erlebnispädagogik hat das Ziel, Situationen mit Erlebnischarakter herbeizuführen und pädagogisch zu nutzen: Die Teilnehmenden setzen sich dabei intensiv mit einem ausgewählten Thema auseinander.
Aktion und Spannung werden so mit Körper- und Kopfarbeit verbunden. Weil die Handlung mit erhöhter Intensität und ganzheitlicher Sinneserfahrung einhergeht, prägt sich der Lerneffekt stark und vor allem nachhaltig ein.
Perspektiven erlebnispädagogischer Aktionen
- Auseinandersetzung mit der eigenen Person
- Die Gruppe als Raum der Auseinandersetzung
- Lebensqualität unter einfachen Bedingungen erfahren
- Subjektive Herausforderung trotz objektiver Sicherheit
Wie die objektive Sicherheit in der Praxis gewährleistet wird, beschreibt unser Fachartikel Sicherheitsstandards bei erlebnispädagogischen Kletteraktionen.
Die Erfahrungsräume der Erlebnispädagogik
- Selbsterfahrung in Bezug auf Grenzen und Fähigkeiten
- Gruppenerfahrung in Interaktionsprozessen
- Spannung und Entspannung
- Natur-, Partner- und Körpererfahrung
Fazit: Körper, Geist und Seele gemeinsam fördern
Damit diese Ziele gelingen, ist die Auseinandersetzung mit sich selbst und mit den Mitmenschen unumgänglich. Oft wird vernachlässigt, dass der Mensch nicht nur ein kognitives Wesen ist: Der Körper sowie die unbewussten und seelischen Vorgänge werden häufig als zweitrangig betrachtet.
Für eine ganzheitliche Förderung muss der Blick deshalb auch auf die Körperlichkeit des Menschen und auf seine seelischen Vorgänge gerichtet werden. Nur wenn diese Trias beachtet wird, dient die Methode der Förderung der Gesundheit des Menschen und der Gesellschaft.
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