Voraussetzungen, Qualifikationen und dein Weg zur Ausbilder:in bei Outside
Du möchtest nicht nur als Erlebnispädagog:in mit Gruppen arbeiten, sondern dein Wissen, deine Erfahrung und deine Begeisterung für Outdoor und Erlebnispädagogik an andere weitergeben? Dann ist der Weg zur Ausbilder:in bei Outside vielleicht der nächste Schritt für dich.
Um Ausbilder:in bei Outside zu werden, braucht es mehrere Bausteine: eine abgeschlossene Ausbildung in Erlebnispädagogik, eine passende fachsportliche Qualifikation, die Master Guide Weiterbildung bei Outside, praktische Erfahrung sowie die Bereitschaft zur kontinuierlichen fachlichen Weiterentwicklung.
Je nach Outdoor-Bereich unterscheiden sich die fachsportlichen Voraussetzungen.
Welche Voraussetzungen brauche ich, um Ausbilder:in bei Outside zu werden?
Der Weg zur Ausbilder:in bei Outside umfasst mehrere Qualifikationen und Entwicklungsschritte:
- abgeschlossene Ausbildung in Erlebnispädagogik
- entsprechende fachsportliche Qualifikation
- Master Guide Weiterbildung bei Outside
- praktische Erfahrung in der Erlebnispädagogik und im jeweiligen Fachsport
- Hospitation in dem entsprechendem Seminar
- Bereitschaft, sich als Erlebnispädagog:in beim Bundesverband Erlebnispädagogik e. V. (be) zertifizieren zu lassen
- gültiger Erste-Hilfe-Nachweis
- jährliche Weiterbildung
Diese Kombination stellt sicher, dass Ausbilder:innen sowohl über pädagogische als auch über fachpraktische Kompetenzen verfügen und ihre Kenntnisse kontinuierlich weiterentwickeln.
1. Ausbildung in Erlebnispädagogik
Die Grundlage bildet eine abgeschlossene Ausbildung in Erlebnispädagogik.
Dabei werden die pädagogischen und methodischen Grundlagen für die Arbeit mit Gruppen vermittelt. Dazu gehören unter anderem die Planung und Durchführung erlebnispädagogischer Angebote, die Begleitung von Gruppenprozessen, Reflexion und Transfer sowie der professionelle Umgang mit unterschiedlichen Gruppensituationen.
Wer später selbst Menschen ausbildet, sollte diese Inhalte nicht nur theoretisch kennen. Eigene praktische Erfahrungen und die Reflexion des eigenen Handelns sind wichtige Voraussetzungen dafür, erlebnispädagogische Inhalte authentisch und kompetent weiterzugeben.
2. Master Guide Weiterbildung bei Outside
Ein zentraler Entwicklungsschritt auf dem Weg zur Ausbilder:in ist die Master Guide Weiterbildung bei Outside.
Die Master Guide Weiterbildung baut auf der bisherigen Ausbildung und praktischen Erfahrung auf. Sie vertieft die fachlichen und pädagogischen Kompetenzen und bereitet darauf vor, zunehmend Verantwortung für die Ausbildung und Entwicklung anderer Menschen zu übernehmen.
Der Schritt vom Guide zur Ausbilder:in bedeutet dabei auch einen Perspektivwechsel: Nicht mehr nur das eigene Handeln steht im Mittelpunkt. Es geht zunehmend darum, andere Menschen beim Lernen, Ausprobieren und Reflektieren zu begleiten.
3. Fachsportliche Qualifikation
Erlebnispädagogik findet häufig in Verbindung mit konkreten Outdoor-Sportarten und Aktivitäten statt. Deshalb benötigen Ausbilder:innen zusätzlich eine entsprechende fachsportliche Qualifikation in dem Bereich, in dem sie ausbilden.
Bei Outside sind unter anderem folgende Qualifikationen relevant:
Kanu: ACA Instructor – Canoe Level 2
Für den Bereich Kanu ist die Qualifikation ACA Instructor – Canoe Level 2 vorgesehen.
Sie verbindet kanusportliches Können mit der Fähigkeit, andere Menschen im Kanusport anzuleiten und fachlich zu begleiten.
Klettern: DAV Trainer:in C Sportklettern
Für den Bereich Klettern ist die Qualifikation DAV Trainer:in C Sportklettern vorgesehen.
Damit wird die notwendige fachliche Kompetenz für das Sportklettern abgedeckt.
Bergwandern: Bergwanderführer:in
Für den Bereich Bergwandern ist die Qualifikation Bergwanderführer:in erforderlich.
Sie bildet die fachsportliche Grundlage für die verantwortungsvolle Durchführung und Begleitung von Angeboten im Bereich Bergwandern.
4. Bereitschaft zur Zertifizierung beim Bundesverband Erlebnispädagogik
Ein weiterer Bestandteil des Weges zur Ausbilder:in bei Outside ist die Bereitschaft, sich als Erlebnispädagog:in beim Bundesverband Erlebnispädagogik e. V. (be) zertifizieren zu lassen.
Damit gehört auch die Auseinandersetzung mit professionellen Standards und der eigenen fachlichen Entwicklung zum persönlichen Weg als Erlebnispädagog:in.
Die Zertifizierung ergänzt damit die Ausbildung bei Outside und die weiteren fachlichen Qualifikationen.
5. Praktische Erfahrung
Eine gute Ausbilder:in braucht nicht nur Zertifikate, sondern vor allem Erfahrung aus der Praxis.
Erlebnispädagogische Arbeit bedeutet, mit unterschiedlichen Menschen, Gruppen und Situationen umzugehen. Eigene Erfahrungen helfen dabei, Situationen einzuschätzen, angemessen zu reagieren und Lernprozesse professionell zu begleiten.
Auch im jeweiligen Fachsport ist praktische Erfahrung entscheidend. Wer beispielsweise im Kanu ausbildet, muss nicht nur die entsprechende Qualifikation besitzen, sondern auch über ausreichend praktische Erfahrung auf dem Wasser verfügen.
Die Verbindung von Erfahrung, Reflexion und fachlicher Qualifikation bildet eine wichtige Grundlage für die Tätigkeit als Ausbilder:in.
6. Hospitation
Die Hospitation ist der letzte Schritt der Ausbildung zum Instructor im Bereich der Erlebnispädagogik & Outdoorguide Ausbildung. Hier wird es wirklich konkret. Bei einem/r erfahrenen Ausbilder:in werden die genauen Inhalte für die folgende Mitarbeit als Ausbilder:in vermittelt. Danach kann es losgehen mit dem unterrichten neuer Erlebnispädagogen und Outdoorguides.
7. Jährliche Weiterbildung
Die Entwicklung zur Ausbilder:in endet nicht mit dem Erreichen der notwendigen Qualifikationen.
Bei Outside gehört eine jährliche Weiterbildung zur Tätigkeit als Ausbilder:in.
Die regelmäßige Weiterbildung bietet die Möglichkeit, fachliche und pädagogische Kenntnisse zu vertiefen, neue Impulse aufzunehmen und die eigene Ausbildungspraxis weiterzuentwickeln.
Auch diese Weiterbildung findet im Rahmen des jährlichen Ausbildertreffens statt.
8. Erste-Hilfe-Nachweis
Auch aktuelle Erste-Hilfe-Kenntnisse gehören zur Verantwortung von Ausbilder:innen.
Der Erste-Hilfe-Nachweis muss alle zwei Jahre erneuert werden.
Gerade im Outdoor-Bereich ist es wichtig, in Notfallsituationen sicher und angemessen handeln zu können. Regelmäßige Auffrischungen sorgen dafür, dass die entsprechenden Kenntnisse aktuell bleiben.
Erste-Hilfe-Kurs beim Ausbildertreffen
Outside bietet die Möglichkeit, den Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen des jährlichen Ausbildertreffens zu absolvieren.
Damit lässt sich die notwendige Auffrischung mit dem jährlichen Treffen des Ausbilderteams verbinden.Das Ausbildertreffen bei Outside
Das jährliche Ausbildertreffen ist ein wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Weiterentwicklung.
Hier kommen die Ausbilder:innen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, sich fachlich weiterzubilden und gemeinsam an der Ausbildungsarbeit zu arbeiten.
Beim Ausbildertreffen werden unter anderem angeboten:
- die jährliche Weiterbildung
- der Erste-Hilfe-Kurs
- fachlicher Austausch
- Reflexion der Ausbildungspraxis
- gemeinsame Weiterentwicklung
Damit ist das Ausbildertreffen nicht nur ein Termin im Kalender, sondern ein wichtiger Bestandteil der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung bei Outside.
Der Weg zur Ausbilder:in bei Outside im Überblick
Der Weg lässt sich vereinfacht so darstellen:
Ausbildung in Erlebnispädagogik
Praktische Erfahrung
Master Guide Weiterbildung bei Outside
Fachsportliche Qualifikation
- Kanu: ACA Instructor – Canoe Level 2
- Klettern: DAV Trainer:in C Sportklettern
- Bergwandern: Bergwanderführer:in
Hospitation
Bereitschaft zur Zertifizierung als Erlebnispädagog:in beim Bundesverband Erlebnispädagogik e. V.
Ausbilder:in bei Outside
Jährliche Weiterbildung
Erste-Hilfe-Nachweis alle zwei Jahre erneuern
Welche Kompetenzen braucht eine Ausbilder:in?
Eine Ausbilder:in bei Outside verbindet verschiedene Kompetenzbereiche.
Pädagogische Kompetenz
Ausbilder:innen begleiten Menschen in Lern- und Entwicklungsprozessen. Sie schaffen Situationen, in denen Erfahrungen gemacht, reflektiert und auf die Praxis übertragen werden können.
Fachsportliche Kompetenz
Die jeweilige Outdoor-Sportart muss sicher und fachlich fundiert beherrscht werden. Dafür sind die entsprechenden fachsportlichen Qualifikationen erforderlich.
Methodische Kompetenz
Ausbilder:innen müssen ihr Wissen verständlich vermitteln können. Dazu gehören die Planung von Lernprozessen, praktische Anleitung, Beobachtung und konstruktives Feedback.
Reflexionsfähigkeit
Erlebnispädagogik verbindet Erfahrung und Reflexion. Deshalb ist die Fähigkeit, Situationen zu analysieren und gemeinsam mit Teilnehmer:innen auszuwerten, ein wichtiger Bestandteil der Ausbildungstätigkeit.
Verantwortungsbewusstsein
Gerade bei Outdoor-Aktivitäten tragen Ausbilder:innen eine besondere Verantwortung. Ein professioneller Umgang mit Sicherheit, Risiken und den eigenen Grenzen gehört deshalb zu den grundlegenden Kompetenzen.
Häufige Fragen zur Tätigkeit als Ausbilder:in bei Outside
Welche Ausbildung brauche ich, um Ausbilder:in bei Outside zu werden?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in Erlebnispädagogik. Dazu kommen eine passende fachsportliche Qualifikation, praktische Erfahrung und die Master Guide Weiterbildung bei Outside.
Welche fachsportliche Qualifikation brauche ich im Kanu?
Für den Bereich Kanu ist ACA Instructor – Canoe Level 2 vorgesehen.
Welche Qualifikation brauche ich für das Klettern?
Für den Bereich Klettern ist DAV Trainer:in C Sportklettern vorgesehen.
Welche Qualifikation brauche ich für Bergwandern?
Für den Bereich Bergwandern ist die Qualifikation Bergwanderführer:in erforderlich.
Muss ich mich beim Bundesverband Erlebnispädagogik zertifizieren lassen?
Zum Weg zur Ausbilder:in bei Outside gehört die Bereitschaft, sich als Erlebnispädagog:in beim Bundesverband Erlebnispädagogik e. V. zertifizieren zu lassen.
Wie oft muss der Erste-Hilfe-Nachweis erneuert werden?
Der Erste-Hilfe-Nachweis muss alle zwei Jahre erneuert werden.
Gibt es eine jährliche Weiterbildung?
Ja. Eine jährliche Weiterbildung gehört zur Tätigkeit als Ausbilder:in bei Outside.
Wo findet die jährliche Weiterbildung statt?
Outside bietet die jährliche Weiterbildung im Rahmen des Ausbildertreffens an.
Kann ich den Erste-Hilfe-Kurs bei Outside machen?
Ja. Der Erste-Hilfe-Kurs wird ebenfalls beim jährlichen Ausbildertreffen angeboten.
Fazit: Ausbilder:in bei Outside werden
Ausbilder:in bei Outside zu werden bedeutet, pädagogische Kompetenz, fachsportliches Können und praktische Erfahrung miteinander zu verbinden.
Die Grundlage bildet eine abgeschlossene Ausbildung in Erlebnispädagogik. Dazu kommt eine passende fachsportliche Qualifikation, beispielsweise ACA Instructor – Canoe Level 2 im Kanu, DAV Trainer:in C Sportklettern im Klettern oder Bergwanderführer:in im Bereich Bergwandern.
Mit praktischer Erfahrung und der Master Guide Weiterbildung bei Outside folgt ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt. Dazu kommt die Bereitschaft, sich als Erlebnispädagog:in beim Bundesverband Erlebnispädagogik e. V. zertifizieren zu lassen.
Auch nach dem Einstieg als Ausbilder:in geht die Entwicklung weiter: Die jährliche Weiterbildung und die regelmäßige Erneuerung des Erste-Hilfe-Nachweises alle zwei Jahre gehören zur kontinuierlichen Weiterentwicklung.
Das jährliche Ausbildertreffen verbindet dabei Weiterbildung, Erste-Hilfe-Fortbildung, fachlichen Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung des Ausbilderteams.
Der Weg zur Ausbilder:in bei Outside ist damit vor allem eines: ein kontinuierlicher Entwicklungsweg, auf dem Fachwissen, Erfahrung, pädagogische Kompetenz und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen zusammenkommen.