Erlebnis- und Wildnistherapie-Weiterbildung

Erlebnis- und Wildnistherapie-Fortbildung von Outside e.V.

“Die Wildnis in mir!”

Die Erlebnis- und Wildnistherapie-Fortbildung ist der Meisterkurs der Outdoorausbildung. Die Wildnis- und Erlebnistherapie geht von einem Weltbild aus indem positive und negative Kräfte auf den Menschen wirken. Ziel ist es die negative und positiven Kräfte auszugleichen.

Diese Fortbildung ist überkonfessionell ausgerichtet. Sie ist keinem Glaubenssystem direkt zugehörig!

 

 

Facts

Dauer:  10 Seminartage + Heimstudium

Termine: zum Kalender

Teilnehmerzahl: 4 -10

Voraussetzung: Wildnispädagogik-Ausbildung

Durchführungsort: Taintrux / Vogesen, (F) / Dreiländereck Freiburg

Kosten:  1100 € bei Anreise mit Bus und Bahn ansonsten 1300 €. Diese Fortbildung ist nicht in den Kosten der Outdoorguide- & Outdoortrainer Ausbildung enthalten!

Inhalt

Die Erlebnis- und Wildnistherapie-Fortbildung ist eine sehr persönliche und sensitive Ausbildung, die sehr stark die Selbsterfahrung betont. Methoden der Selbsterkennung und Selbstfindung stehen im Fokus der Wildnistherapieausbildung.

  • Schwitzhüttenzeremonie
  • Visionssuche / Solo
  • Wickel & Auflagen
  • Rhythmische Einreibungen
  • Medicine Walk
  • Waldbaden
  • Landart
  • Biografiearbeit
  • Meditation / Imagination
  • Yoga

Termine

Kontakt

Wildnistherapie ist eine sehr erfolgreiche Methode und hat unserer Ansicht nach in den Bereichen der Persönlichkeitsentwicklung und Problemklärung große Vorteile gegenüber anderen Methoden. Es muss jedoch klar gestellt werden, dass die Wildnistherapie eine herkömmliche Psychotherapie nicht ersetzen kann, sondern nur als flankierende Maßnahme fungieren kann. Das Wissen verschiedener heilslehren fließt in dieses Fortbildungskonzept ein. Sowohl das Wissen von ursprünglichen Naturvölkern als auch Einflüsse aus dem Christentum, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus. Im Vordergrund stehen immer die Elemente die harmonisierend wirken und der Naturverbindung dienen. Dabei wird nicht missioniert sondern die verbindenden Elemente gesucht. Trotz aller methodischen Spurensuche bleibt die Methode konfessionslos. Jeder wendet sich dabei während seiner Innenschau an sein eigenes Glaubens- und Vorstellungssystem.

Therapeutische Fortbildung “Die Wildnis in mir”: Selbsterfahrung in der Wildnistherapie und Erlebnistherapie

WildnistherapieIn dieser Fortbildung erfolgt eine Selbstbeschau in Form der Biografiearbeit und eine Visionssuche zur Findung des eigenen Weges und der eigenen Aufgabe. Initiationsrituale werden vermittelt, da sie eine mächtige Bewusstmachungsmethode sind. Wildniswanderungen, Bergbesteigungen oder die heilige Jagd sind traditionelle Initiationsrituale und ein wichtiges Element in dieser Fortbildung .

Neben der Selbsterfahrung wird immer wieder der Bogen zu den eigenen Teilnehmern mit der Frage gespannt: ” Wie wendet der angehenden Wildnistherapeut die Methode an.”

Kultureller Hintergrund

Die Abgrenzung zur Visionssuche-Leiter-Ausbildung oder Schwitzhüttenleiter-Ausbildung besteht in der Ausgewogenheit der Elemente und dem offenen Umgang mit Traditionen. Hierbei wird die Wildnistherapie-Ausbildung von unterschiedlichen Weltbildern und Systemen beeinflusst. Der angehende Visionssuche-Leiter / Schwitzhüttenleiter ist wiederum angehalten, seine eigenen Erfahrungen in die Rituale mit einfließen zu lassen. Trotz dieser Offenheit geht der Kern unseres Schwitzhüttenrituals auf die Lakota Tradition zurück. Das große Ziel der Wildnistherapie ist die Harmonisierung des Menschen. Dazu nutzen wir Methoden aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Yoga setzen wir zum Beispiel aus dem Hinduismus und das Waldbaden (Shinrin Yoku) aus dem Daoismus ein. Dies sind Angebote unsererseits. jeder muss seinen Weg finden.

Der Lakota-Häupting “Noble Red Man” drückte es so aus: Jeder Mensch muss seine eigene Kraft finden, denn jeder von uns verfügt über eine gewisse Kraft. Suche in dir selbst nach dieser Kraft…und nutze diese Kraft dann in Harmonie mit Gott* – für Gutes und nicht Schlechtes.”

Ablauf

Ein großes Augenmerk lege ich auf den Schutz der Persönlichkeit jedes Einzelnen. Es wird nach eigenem Befinden festgelegt, wie viel jeder Einzelne von sich preisgibt und wie weit er gehen will.

Die Übungen können in Einzel- oder auch in Partnerkonstellationen durchgeführt werden. Hierzu wird ein Wildnisgebiet aufgesucht und übernachtet wird unter dem Tarp (Zeltplane).

Unsere Lehrmeister

In der Ausbildung beziehen wir uns auf große alten Lehrer. Dabei haben wir viel von Lakota Lehrern wie Lame Deer und Sun Bear  gelernt. Auch noch lebende Lehrer wie z.B. Kuthan oder Dorothe Bloom haben uns ihr Wissen vermittelt und damit weitergebracht. Wir folgen allerdings nicht starr vorgegebenen Ritualen sondern entwickeln diese weiter und beobachten welche Wirkung wir damit erzielen.

Noble Red Man sagte dazu: “Wer gibt mir die Anweisungen? Nun, sie kommen aus meinem Geist. Es ist eine Art Stimme, die sagt:>>Mathew, du musst das tun!<<…Unser Geist ist ein Teil der Natur, ein Teil von Gott*….Wenn ich also für mein Volk arbeite, arbeite ich für Gott*, arbeite ich für die Natur.”

Dies ist eine schöne Maxime für die Arbeit mit den wildnistherapeutischen Methoden. Es ist wichtig, seinen eigen Stil zu finden und seiner Vision zu folgen. Wichtig dabei ist es immer zum Wohle der Mitmenschen zu handeln.

Schauen wir weiter in die Kultur der First Nations, so hat jeder Stamm und teilweise haben sogar die einzelnen Familien ihre eigenen Rituale und Lieder. Sie haben hierdurch einen persönlichen Zugang gefunden. Das ist auch das Ziel der Fortbildung!

 

 

*Noble Red Man lernte sowohl das Glaubenssystem der Lakota durch seine Großeltern als auch das Christliche Weltbild kennen und benutzt die Begriffe Gott und “Großer Geist” synonym.